"Wer regelmäßig

Qi Gong praktiziert, erwirbt sich die Robustheit eines Holzfällers, die Geschmeidigkeit eines Babys und die Weisheit des Alters.“

 Chinesische Weisheit

  • die 15 Ausdrucksformen des Taiji-QiGong(nach dem Lehrsystem von Prof. Jiao Guorui)

Im Lehrsystem Qigong Yangsheng nehmen die 15 Ausdrucksformen des Taiji-Qigong eine Schlüsselrolle ein, zum einen für den Einstieg in Qigong Yangsheng und zum anderen für Anwendungsgebiete mit unterschiedlichsten Bedingungen. In dieser Methode sind die Prinzipien des Qigong besonders leicht und klar erkennbar.

Bilder sowohl aus der Natur, wie Wolken und Berge, aus dem Tierreich, wie Kranich und Drache, und aus der Welt der Symbole, wie z.B. der Kreis, unterstützen die Vorstellungskraft. Es werden die wichtigsten Bewegungsmuster und Schrittarten geübt, die sich auch in anderen Methoden wiederfinden.

Prof. Jiao Guorui, der auch als Arzt in Kliniken arbeitete, wendete diese Übungen vor allem bei folgenden Beschwerden an:

  • Blutdruckbeschwerden (Qigong wirkt regulierend auf hohen und niedrigen Blutdruck)
  • Herzerkrankungen (funktionelle Störungen)
  • depressive Verstimmungen
  • Schlafstörungen, Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen
  • Gedächtnisschwäche und Konzentrationsstörungen
  • Schwindel und Tinnitus
  • Menstruationsbeschwerden und Wechseljahrsbeschwerden
  • chronische Bronchitis und Asthma
  • Atembeschwerden bei chronischen Lungenerkrankungen
  • chronische Verdauungsstörungen, chronische Verstopfungen
  • nervöse Magen-Darm-Beschwerden und Magengeschwüre
  • Organsenkung
  • chronische Leberentzündungen
  • rheumatische Beschwerden
  • Muskel- und Gelenkserkrankungen
  • Bewegungseinschränkungen
  • die 8 Brokate-Übungen im Stehen und im Sitzen(nach dem Lehrsystem von Prof. Jiao Guorui)

Die 8 Brokate gehören zum ältesten und beliebtesten Qigong. Einfach und unglaublich effektiv – wohl deshalb werden die 8 Brokate seit mehr als 2000 Jahren immer noch gerne praktiziert. Durch die Harmonie von Kraft und Anmut und die bewusste Atmung sind diese Bewegungen eine ideale Therapie gegen Stress und Hektik des Alltags und erzeugen eine innere Power - in emotionaler und physischer Hinsicht. Mit Entspannung kräftigen wir den Körper und lösen Verspannungen.

Es werden zwei Übungsformen unterschieden: Die 8 Brokatübungen im Stehen und die 8 Brokatübungen im Sitzen. Beide Übungsreihen tragen den Namen Brokat, unterscheiden sich jedoch inhaltlich.


  • die 5 Elemente-Übungen

Das sind traditionelle chinesische Übungen, deren Ziel die Harmonisierung der fünf Elemente im Menschen ist und die für körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden sorgen. Denn jedem Element sind bestimmte Organe zugeordnet, die nach der Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht nur körperliche Funktionen erfüllen, sondern ebenso mit emotionalen und geistigen Zuständen in Verbindung stehen. Die Übungen sind einfach, von jedem nachvollziehbar und doch äußerst wirksam. Wer bestimmte Beschwerden oder Schwächen in einem Element bei sich feststellt, kann ganz gezielt Übungen auswählen, die dieses Element stärken.



  • Dantian QiGong

Die 5 Übungen des Dantian Qigong können einzeln in beliebiger Reihenfolge und in verschiedenen Kombinationen geübt werden. Alle Übungen können im Stand aber auch im Sitzen durchgeführt werden.

Die Dantian-Übungen sind Basisübungen, die durch ihre zentrierende Wirkung unsere Mitte stärken. Sie schaffen auch eine Verbindung zwischen den drei Dantians, die im Unterbauch, der Brustmitte und im Kopf angesiedelt sind. Des Weiteren wird die normale und die umgekehrte Bauchatmung trainiert und somit die Zwerchfellbarriere durchlässig gemacht.



  • der fliegende Kranich

Das Kranich-Qigong ist eine der verbreitetesten und populärsten längeren Übungsreihen, die Ende der Siebziger Jahre von dem Qigong-Meister Zhao Jin Xiang und dem Arzt Pang Heming ins Leben gerufen wurde. Der Kranich hat in der ostasiatischen Mythologie und Volkskunst wunderbare Eigenschaften. Er ist eines der Symbole für langes Leben und wird oft als Begleiter der acht daoistischen Unsterblichen dargestellt. In den fünf aufeinander aufgebauten Übungsfolgen werden die majestätisch-anmutigen, tänzerisch-fließenden, ruhig-meditativen Bewegungen des Kranichs imitiert.



  • der schwimmende Drache

Die Übung des schwimmenden Drachen ist ein Teil der Übungsreihe des Hui Chun Gong, das auf eine lange daoistische Tradition zurück blicken kann. Die Vielzahl von Drachenübungen, die auch bei uns bekannt sind, weist auf die große Bedeutung des Drachen in China hin. In der Mythologie gilt er als Vorfahre aller Chinesen!

Die schlängelnden Bewegungen kräftigen die Wirbelsäule und stimulieren die Zustimmungspunkte für die inneren Organe auf dem Rückenabschnitt des Blasenmeridians. Die Stärkung der Beine und besonders des Beckens wirkt sich günstig auf die Drüsenfunktion aus. So vitalisiert diese Übung unser Qi der Nieren und pflegt die Essenz. Die drei harmonischen Kreise, die die Arme umschreiben, lassen uns die drei Dantians wahrnehmen.

Die vorbereitende Übung „Der aufsteigende Drache“ nimmt das Qi des Himmels und der Erde auf und der „Schwimmende Drache“ verteilt es über die Meridiane im Menschen.

Die Abschlußübung „Der sammelnde Drache“ stärkt unsere Mitte.



  • heilende Laute

Lautübungen werden schon in historischen Überlieferungen als Einzelmethoden und als Bestandteil vieler anderer Methoden erwähnt.

Kennzeichnend für diese Methode ist die Anwendung von Lauten, die unhörbar oder hörbar gesprochen werden. Die Methode umfasst sowohl die traditionelle Übungsweise im Sitzen-in-Stille, wie auch eine spätere Entwicklung in Verbindung mit einfachen körperlichen Bewegungen. 

Beim Ausatmen werden die Laute artikuliert, die durch Vibration innere Wirkungen im Sinne der Regulation hervorrufen.


"Die sechs heilenden Laute" auch "Organsingen" genannt versetzen die Organe in eine heilsame Schwingung und tragen zur Abkühlung und Entgiftung der Organe bei. Es wird Hitze und Druck aus dem Körper ausgeleitet. Daraus resultiert ein vermehrter Fluss an Lebensenergie (Qi) durch den Körper. Die Organe werden gereinigt und gestärkt, der gesamte Körper wird harmonisiert. Das tägliche Üben der heilenden Laute kann u.a. bei Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, Mundgeruch, Depression oder Stressanfälligkeit Linderung bringen und zu einer größeren Vitalität beitragen.

Da die Organe auch in Verbindung mit den Muskeln stehen, wird sich durch Auflösen der Spannungen in den Organen auch die Beweglichkeit verbessern.



  • QiGong gehen

Hier sind alle Methoden des Qigong in Fortbewegung angesprochen: Verschiedene Tierbewegungen - z.B. der Gang des Kranichs etc. - gehören ebenso dazu wie bestimmte Gangarten im Chan Mi Gong. Besonders berühmt geworden ist das Qigong-Gehen durch Frau Guo Lin, die mit ihrer Methode der Windatmung einen Beitrag zur Therapie von Krebs und anderen chronischen Erkrankungen entwickelt hat.



  • Windatmen (nach Li-Qi-Duan)

Die Windatmung ist eine Methode, die die Atemmuskulatur nachhaltig stärkt, so dass ein 20-faches der Sauerstoffmenge im Blut aufgenommen werden kann und durch die Art des Gehens bis in die äußeren Kapillaren transportiert wird.

  • stilles QiGong

Das Stille Qigong (Yi Qigong) ist ein "weiches" Qigong, das sich durch äußerlich kleine oder gar keine Bewegungen und mehr durch innere Bewegungen mit großer Wirkung auszeichnet. Es sind alte, überlieferte Übungen aus daoistischen, zen-, tibetisch- oder tantrisch-buddhistischen Schulen. Sie stammen auch aus anderen Bereichen wie z.B. der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Das Stille Qigong betont die Atemregulierung, das Eintreten in einen tiefen, inneren Ruhezustand und die Bewahrung des Geistes.



  • QiGong-Selbstmassagen

Die fünf Elemente